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Pflege - Schuhe richtig pflegen


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„Alte Freundschaften und gute Schuhe
brauchen die beste Pflege“

[ Volksmund ]

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis


• Lange Freude an guten Schuhen

• Die richtige Passform finden
• Schuhe richtig an- und ausziehen
• Schuhspanner erhalten die Freundschaft
• Schuhe müssen auch ruhen
• Schuhe richtig lagern
• Schuhreparatur
• Schuhe dem Zweck entsprechend tragen

• Kleine Lederkunde
• Glattleder/Nappaleder
• Rauleder
• Fettleder
• Lackleder, PU-Leder
• Materialmixe
• Cordovan (Pferdeleder)

• Reinigung und Pflege
• Glattleder
• Rauleder
• Fettleder
• Cordovan (Pferdeleder)
• Lackleder, PU-Leder
• Berg- und Wanderschuhe
• Textilschuhe
• Gummistiefel
• Ledersohlen
• Kreppsohlen

• Maßnahmen bei Flecken

 

Lange Freude an guten Schuhen


Jeder Haut, die nicht oder nur unzureichend gepflegt wird, sieht man diesen Mangel irgendwann an. Dasselbe gilt für gegerbte Haut. Leder braucht Pflege. Nicht im Übermaß, denn man kann es hier auch übertreiben. Regelmäßige und richtige Pflege sind notwendig, damit Sie lange Zeit Freude an Ihren Schuhen haben. Im Fachgeschäft sollten Sie deshalb erwarten dürfen, dass diesem Thema ein wichtiger Stellenwert eingeräumt wird, denn mit der richtigen Behandlung kann der Wert der Schuhe über lange Zeit erhalten bleiben - zur Freude des Trägers.

Die richtige Passform ist wichtig

„Wer alle Sorgen dieser Welt vergessen will, braucht nur Schuhe zu tragen, die eine Nummer zu klein sind.“  Mark Twain, (1835 – 1910)

Schuhkauf: Die wichtigste Frage beim Kauf von Schuhen ist neben dem persönlichem Geschmack und der Güte des Schuhs die richtige Passform. Sie ist neben der Qualität die wichtigste Voraussetzung für ein langes Schuhleben – und natürlich für optimalen Laufkomfort.

Schuhe richtig an- und ausziehen

Zum Anziehen der Schuhe sollten Sie immer einen Schuhlöffel verwenden. Das schont die Fersenkappe. Durch beschädigte Fersenkappen verliert der Fuß im Schuh an Halt und Führung. Bei der Wahl des Löffels sollte man darauf achten, dass er frei von scharfen Kanten ist, um das Leder nicht zu beschädigen. Wenn kein Schuhlöffel zur Hand ist, kann man evtl. auch mit einem Finger die Kappe vor dem Heruntertreten schützen.

Der Schuh sollte beim Anziehen weit geöffnet sein. Das gilt speziell für Schuhe mit Reißverschlüssen. Besonders wenn Kinder ihre Schuhe selbst anziehen, sollte man hierauf einen Blick haben. Stemmt man sich mit dem Körpergewicht auf einen halbgeschlossenen Reißverschluss, kann seine Qualität noch so gut sein, auf Dauer wird er seinen Dienst quittieren.

Beim Ausziehen sollte wieder darauf geachtet werden, dass der Schuh richtig geöffnet ist. Schnürschuhe sollten an den oberen Ösen locker gezupft werden und dann mit der Hand (und nicht mit der Spitze des anderen Schuhs!) vom Fuß gestreift werden. Quittieren die Schnürsenkel nach kurzer Zeit ihren Dienst, sollten Sie die Ösen oder Haken auf raue Stellen untersuchen und gegebenenfalls mit einer Rundfeile bearbeiten.

Schuhspanner erhalten die Freundschaft

Passende Schuhspanner halten den Schuh in Form und verhindern Gehfalten im Oberleder. Die Schuhe sollten am besten sofort nach dem Tragen, wenn sie noch warm und feucht sind,  aufgespannt werden. So zieht sich der Lederschaft langsam wieder zusammen und gewinnt seine ursprüngliche Form zurück. Außerdem werden die Bodennähte durch den Spanner entlastet. Schuhe mit Ledersohlen sollten seitlich gelagert werden. Sind die Spanner aus unbehandeltem Holz, insbesondere Zedernholz, wird die Feuchtigkeitsabgabe vom Schuh erleichtert. Wichtiger aber ist der richtige Sitz der Schuhspanner. Schuhspanner mit ausgeformter Ferse sind optimal. Beim Einsetzen sollten Sie nur einen kleinen Widerstand spüren, schließlich zieht sich der getragene Schuh beim Erkalten noch zusammen. Zu stramm sitzende Spanner können der Passform des Schuhs sogar abträglich sein.

Schuhe müssen auch ruhen

Tägliche Verwendung schadet dem Schuh. Pro Tag werden an den Füßen ca. 200 ml Schweiß abgesondert. Sie müssen dem Schuh deshalb mindestens einen, am besten zwei Tage Zeit geben, um wieder zu trocknen. Täglich getragene Schuhe verschleißen wesentlich schneller, weil ein feuchter Schuh seine Passform schneller verliert. Schweißränder können sich bilden und Fußpilz findet in einem feuchten Schuh ein ideales Milieu. Auf der Seite liegend trocknen die Schuhe am besten, da so auch die Sohle von der Luft erreicht wird. Das ist insbesondere wichtig, wenn die Schuhe Ledersohlen haben. Vermeiden Sie die Lagerung in feuchten Räumen. Schnelles Trocknen auf der Heizung oder in der Sonne sollte man ebenfalls unterlassen, denn dadurch wir das Leder schnell brüchig. Wenn das Leder sehr feucht geworden ist, die Schuhe mit Zeitungspapier ausstopfen und langsam bei Zimmertemperatur trocknen lassen.

Schuhe richtig lagern

Die Saison ist vorbei. Ihre Sommer- oder Winterschuhe treten eine längere Pause an. Sie sollten Ihre Schuhe nach gründlicher Reinigung aufspannen und an einem trockenen Platz lagern. In einem Karton oder einem Schuhsack vor Staub und UV-Strahlen geschützt, überstehen Ihre Schuhe die Tragepause unbeschädigt. Verwenden sie keine luftdichten Behälter, um Schimmel und Stockflecken zu vermeiden.

Schuhreparatur

Achtung: Schiefgelaufene Absätze ruinieren Ihr komplettes Outfit und schädigen den Schuh nachhaltig! Deshalb Absätze und Spitzen regelmäßig überprüfen und ggf. zur Reparatur bringen.   Ihre Schuhe werden es Ihnen danken.

Schuhe dem Zweck entsprechend tragen

Schuhe dem Zweck entsprechend auswählen, denn ein ordentlicher Regenguss kann Ihre feinen Lederschuhe ruinieren und ebenso können die falschen Schuhe bei einer Wanderung über Feld und Wiese irreparable Schäden davontragen.




Kleine Lederkunde



Es ist ein Trugschluss zu glauben,  dass teure und somit hochwertige Schuhe weniger Pflege benötigen als billiges Schuhwerk; das Gegenteil ist der Fall.  Um seine Schuhe richtig zu pflegen, muss man wissen, mit welchem Leder man es zu tun hat. Gute Pflege sieht bei jedem Leder anders aus. Auch bei der Entfernung von Flecken wird bei den verschiedenen Ledersorten unterschiedlich verfahren, weil der Schaden durch falsche Reinigungsmaßnahmen schnell verschlimmert werden kann.  Es gibt eine große Zahl verschiedener Lederarten, mit den zur Schuhherstellung gebräuchlichsten unterscheiden wir hier nach deren Pflegeeigenschaften:

1. Glattleder/ Nappaleder

Diese Leder sind grundsätzlich mit der Narbenseite (Haarseite) nach außen verarbeitet worden. Minderwertigere Qualitäten sind meist stark pigmentierte, gedeckte Leder, um eventuelle Fehler wie Insektenstiche, Parasiten oder Verletzungen der Haut zu kaschieren. Dadurch sind sie zwar unempfindlicher und eventuell auch pflegeleichter, sind aber eingeschränkt in der Diffusion (Schweißfüsse!) und haben Defizite in Optik und Haptik gegenüber den hochwertigeren ungedeckten Anilinledern. Die Anilinleder bedürfen besonders der richtigen Pflege, um sie vor Flecken durch Öle, Fett, Schmelzwasser, usw. zu schützen. Auch dem Ausbleichen des Leders muss entgegengewirkt werden. Als weitere Zurichtung des Oberleders muss noch das sehr häufig verwendete Semi-Anilinleder erwähnt werden. Hierbei wird die Oberfläche mit einer leicht pigmentierten Bindefarbe egalisiert, um Ungleichmäßigkeiten auszugleichen. Die natürliche Struktur der Haut muss noch erkennbar bleiben.

Der Name „Anilinleder“ stammt noch von den früher benutzten Anilinfarbstoffen, die heute nicht mehr verwendet werden dürfen. Es versteht sich von selbst, dass für diese tollen offenporigen Leder nur makellose Häute verwendet werden können, da sie nur eine Farbkorrektur mit Flüssigfarbstoffen und eine leichte Ausrüstung gegen Verschmutzung als Zurichtung in der Gerberei erhalten, vergleichbar dem Lasieren von Holz. Bei sehr preiswerten Schuhen wird in den meisten Fällen Spaltleder ohne eigenes Narbenbild (Vergleich: lackiertes Holz) verwendet. Diese werden dann stark beschichtet und erhalten nachträglich eine Narbenoptik oder werden sogar mit einer Folie beklebt. Fast alle guten Eigenschaften der Leder gehen hierbei verloren!

2. Rauleder

Velourleder, fälschlicherweise oft als Wildleder bezeichnet (trifft nur bei „wilden Tieren“ wie Rotwild, Rentieren, Elchen, usw. zu) ist ein Leder, das durch Schleifen der Fleischseite oder Spaltseite zu einem samtartigen Material verarbeitet wurde.

Nubukleder stammt im Gegensatz zu Velourleder immer von der Narbenseite der Haut. Die feinere und samtigere Struktur entsteht durch Anrauen der Oberfläche mittels Schleifen.

Für beide Arten gilt: Imprägnieren ist sehr wichtig, denn Flüssigkeiten und Schmutz dringen sonst unmittelbar in das noch unbehandelte Leder ein.

3. Fettleder

Werden oft auch Rustikal-, Wachs- oder Pullupleder genannt. Hierbei kann es sich sowohl um Glattleder als auch um Rauleder handeln, welche ein robustes, griffiges Oberleder mit einer lebhaften Struktur aufweisen. Diesen Ledern wurden bei der Gerbung Fette zugesetzt.


4. Lackleder, PU-Leder

Lackschuhe können aus Leder oder Synthetik hergestellt sein. Die aufgebrachte Lackschicht besteht aus PVC oder Polyurethan. Die Lederoberfläche ist somit versiegelt und nicht mehr atmungsaktiv. Sie sind an ihrem Glanz und plastikartigem Griff erkennbar. Flüssigkeit perlt auch nach längerer Einwirkzeit an der Oberfläche ab.

5. Materialmixe, z. B. Leder mit Textil- und/oder farbigen PVC-Einsätzen

6. Cordovan (Pferdeleder)

Cordovan  ist ebenfalls ein Glattleder, wird aber im Gegensatz zu anderen Glattledern mit der Fleischseite nach oben verarbeitet und dann geglättet. Es ist ein sehr weiches und widerstandsfähiges Leder. Und ein exklusives, da nur zwei kleine Stücke (Shells) der gesamten Tierhaut eines Kaltblutpferdes zur Verarbeitung geeignet sind und die pflanzliche Gerbung sehr aufwändig ist. 6 Monate dauert es, bis das Leder fertig ist. Seine Oberfläche weist feine Unebenheiten auf und fühlt sich ein wenig gummiartig an. Cordovan enthält viel Fett, hat von allen Ledern die geringste Porendichte und ist daher stark wasserabweisend, aber auch vermindert atmungsaktiv. Pferdeleder haben einen sehr schönen, feinen Glanz und sind äußerst robust. Da es heute nur noch wenige Kaltblutpferde gibt, ist die Nachfrage wesentlich größer als das Angebot.

 

 



Reinigung und Pflege



Leder nicht übermäßig pflegen! Eine gewisse Patina wertet einen guten Schuh keinesfalls ab. Die verschiedenen Leder haben unterschiedliche Ansprüche an Reinigung und Pflege. Eines sollten sie bei jeder Art von Schuhen beachten: Vor jeder Anwendung von Pflegemitteln müssen sie gründlich gereinigt werden und sollten frei von Nässe sein. Bei neuen, unbekannten Pflegemitteln empfiehlt sich eine Vorprüfung an nicht sichtbarer Stelle.  Zuvor sollten Sie die Schnürsenkel entfernen, das bessere Ergebnis wird Lohn für die Mühe sein.

Glattleder

Reinigung

Glattlederschuhe sollten mit einem weichen Tuch gereinigt werden, bei groben Verschmutzungen mit einer Bürste. Hier können spezielle Schuhshampoos oder Sattelseife (als Schaum oder Seifenstück erhältlich) unterstützend angewendet werden. Sie werden mit einem Schwamm oder Tuch in das Leder einmassiert und dann abgewischt. Das Leder langsam und schonend trocknen lassen. Sattelseife sollte nur gelegentlich eingesetzt werden, da sie stark rückfettet. Übermäßig verwendet kann sie die Poren des Leders verschließen und Farbcremes können nicht mehr richtig einziehen. Auch Glattlederschuhe sollten ab und zu imprägniert werden: Nach der Reinigung und vor dem Auftrag von Cremes ist der richtige Zeitpunkt dafür.

Pflege

Ob Sie nun eine Creme oder ein Wachs zur Pflege verwenden ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Wichtig ist jedoch in beiden Fällen die Qualität. Wir raten gerne zu den Produkten von Burgol  und Collonil.

Die Hauptbestandteile von Schuhcremes sind Fette, Öle und Wachse. Die Farbe der Creme sollte ungefähr der des Schuhes entsprechen. Schuhcreme ist flüssiger als Schuhwachs, deshalb können die Farbpigmente tiefer in das Leder einziehen. Durch den geringen Wachsanteil wird kein Hochglanz erreicht, sondern eher ein Seidenmatt. Zum Auftragen kann eine Auftragsbürste oder ein Tuch verwendet werden. Für die Nahtbereiche bei rahmen- und zwiegenähten Schuhen ist eine alte Zahnbürste ideal geeignet.

Schuhwachs zieht nicht so stark in das Leder ein, sondern verbleibt überwiegend an der Oberfläche und versiegelt sie. Wegen seiner härteren Konsistenz kann man mit Wachs einen intensiven Schuhglanz erreichen. Schuhwachs kann aus verschiedenen natürlichen Wachsen bestehen. Mit Carnaubawachs, dem härtesten natürlichen Wachs, lassen sich der intensivste Glanz und die härteste Versiegelung erzielen.

Mit einem Tuch wird das Wachs dünn und ohne Druck aufgetragen. Das Wachs kann auch mit ein paar Tropfen Wasser oder Speichel auf den Schuh aufgetragen werden. Diese Technik wird Wasserglanzpolitur oder Schwitzen genannt. Der sogenannte „Butlerglanz“ wird so noch spiegelnder. Bevor Sie Ihren Schuh mit Wasser oder Speichel behandeln, sollte bereits eine Schicht Wachs ohne Feuchtigkeit auf dem Schuh getrocknet sein, damit nur das Wachs feucht wird und nicht das Leder.

Experimentierfreudige können jedoch abwechselnd eine Pflege mit leicht abweichenden Farbtönen versuchen. So lassen sich wunderschöne Farbnuancen erzielen, die dem Leder eine lebendige Individualität und einzigartige Patina verleihen. Vielleicht sollte man das aber erst einmal an älteren Schuhen ausprobieren.

Politur

Erst durch die Politur erhält der Schuh den gewünschten Glanz. Cremes sollten abgetrocknet sein, bevor sie damit beginnen. Wachse benötigen eine längere Ruhephase zum Durchhärten, mindestens 30 Minuten sollten es schon sein. Polieren mit einem weichen Tuch bringt meist nicht das optimale Ergebnis. Um Streifen oder matte Stellen zu vermeiden, nimmt man besser eine Rosshaarbürste. Als Geheimtipp gilt das Polieren mit einer Nylonstrumpfhose, die über die Bürste gestreift wird. In allen Fällen sollte ohne Druck gearbeitet werden. Und: je mehr Sie polieren, umso besser wird das Ergebnis.

Rauleder

Rauleder wird mit einer feinen Bürste trocken von Staub und Verschmutzungen befreit. Anschließend empfiehlt es sich, das Leder pflegend durchzubürsten. Bei Velourleder kann man zur groben Reinigung Messingbürsten benutzen. Ansonsten empfehlen wir generell Kreppbürsten für Rauleder. Bei hartnäckigem Schmutz oder Salzrändern kann man Rauleder durchaus gründlich mit Wasser und Kernseife reinigen. Das Leder muss dann vollständig nass gemacht werden, damit keine neuen Ränder entstehen. Dann die Schuhe mit Zeitungspapier ausstopfen und langsam und schonend trocknen. Am besten werden sie bei Zimmertemperatur aufgehängt, damit überall Luft drankommt. Abschließend werden sie wieder mit der entsprechenden Bürste aufgeraut.

Um die Farbe bei Rauleder aufzufrischen empfiehlt sich ein flüssiger Farbauftrag oder spezielle Farbaktivierer aus dem Fachhandel. Es gibt auch Kombiprodukte, die den Schuh direkt imprägnieren.

Imprägnieren

Ganz wichtig bei neuen Nubuk- und Velourlederschuhen ist die Imprägnierung vor dem ersten Tragen, da dies den besten Schutz bietet gegen Nässe, Flecken, Salzränder und Schmutz. Je nach Empfindlichkeit des Leders ist es empfehlenswert, Schuhe nach dem Trocknen ein zweites Mal zu behandeln. Die Imprägnierung sollte von Zeit zu Zeit, besonders nach einem Regenguss, immer mal wieder aufgefrischt werden. Dafür muss der Schuh gut gereinigt und trocken sein. Die Imprägnierung sollte immer im Freien verwendet werden, um gesundheitliche Risiken durch Lösungsmittel zu vermeiden. Jedoch bietet die Firma Tapir auch ökologische Produkte an.  Um Fleckbildung zu vermeiden, muss auf ausreichend Abstand zum Leder geachtet werden! Bei Raulederschuhen ist eine Erstimprägnierung wichtiger als bei Glattlederschuhen, weil diese bereits ab Werk behandelt sind.

Wachs- und fetthaltige Produkte sind für die Raulederpflege ungeeignet, weil sie die Struktur des Leders verkleben!

Fettleder

Fettleder mit seiner erhaltenswerten und gewünschten Patina bedarf einer besonderen Behandlung.

Reinigung

Da es sich um ein rustikales Leder handelt, kann es bei grober Verschmutzung mit einer Bürste gereinigt oder feucht abgewischt werden.

Pflege

Um die besondere Optik des Leders zu erhalten, sind deckende Schuhcremes ungeeignet. Der Handelt hält spezielle Imprägnier- und Pflegemittel bereit, als Spray, als Schwammaufträger oder Tubenware.

Cordovan (Pferdeleder)

Bei der Pflege von Pferdeleder muss man die besonderen Eigenschaften des edlen Materials beachten. Trotzdem ist seine Pflege eher einfach. Es ist extrem kratzerresistent und stark fetthaltig.  Zwei Besonderheiten gilt es bei Cordovan zu beachten:

1.    Der hohe Fettgehalt von Cordovan kann, insbesondere bei neuen Schuhen, bei hohen Temperaturen und anschließender Abkühlung zu einer weißlichen Fettschicht an der Oberfläche führen, die oft für  Schimmel gehalten wird. Sie ist problemlos mit einem weichen Tuch zu entfernen.

2.    Bei feucht gewordenem Cordovan kann sich das Leder punktuell aufwölben. Wird der Schuh jedoch aufgespannt, verschwinden die kleinen Dellen vollständig.

Reinigung

Am besten reinigt man Pferdeleder mit einem weichen Tuch. Es darf auch etwas angefeuchtet werden, um den Staub von der Oberfläche besser abzunehmen. Auf keinen Fall dürfen Seifen oder andere Reiniger verwendet werden, da Sie so das wertvolle Fett aus dem Leder lösen würden.

Pflege

Schuhcreme ist für Cordovan nicht geeignet. Durch das Fett im Leder und die geringe Porenzahl würde sie nur unzureichend einziehen. Die Creme bleibt an der Oberfläche, lässt sich kaum einpolieren und zerstört den besonderen Glanz dieses edlen Materials. Auch besonders fetthaltige Produkte sind nicht geeignet, da sie das Leder trüb werden lassen. Am besten nimmt man ein Wachs, etwas heller als die Lederfarbe, und trägt es mit einem Tuch hauchdünn auf. Auch Beschädigungen an Cordovan lassen sich gut mit Hartwachs ausbessern. Dazu wird das Wachs an der entsprechenden Stelle mit einem harten, glatten Gegenstand wie z. B. einem Löffel unter leichtem Druck in kreisenden Bewegungen ins Leder eingebracht, anschließend gebürstet und poliert.

Das Polieren erfolgt wie bei Glattleder beschrieben. Auch eine Wasserglanzpolitur eignet sich für Cordovan.

Lackleder, PU-Leder

Hochglänzende Glattleder werden anders gepflegt als normale Glattleder. Lederfett, Pflegemilch oder Schuhcremes sind bei diesen Ledern nicht die richtige Pflege, weil die Versiegelung der Oberfläche ein Einziehen unmöglich macht. Das Leder ist unter dem Lack, und dort kommt die Pflege gar nicht hin. Der Lackschicht selber schadet die Lederpflege, eventuell enthaltene Lösungsmittel greifen den Lack an und machen ihn matt oder sogar klebrig. Am besten versucht man, größere Kratzer zu vermeiden, da sie kaum noch auszubessern sind. Bei Minusgraden sollten Lacklederschuhe im Schrank bleiben, weil sie bei Frost leicht brüchig werden.

Reinigung

Reinigen Sie Ihre Lackschuhe am besten nur mit einem leicht angefeuchteten Baumwolllappen oder einem Mikrofasertuch. Reinigungsmittel trocknen die Lackoberfläche aus und machen sie brüchig.

Pflege

Zur Pflege sollten nur Spezialmittel der verschiedenen Hersteller angewendet werden. Mit einem weichen Tuch auftragen. Nach kurzem Trocknen mit einem weichen Lappen auf Hochglanz polieren. Mehrfache Anwendungen verbessern das Ergebnis.

Berg- und Wanderschuhe

Berg-, Trekking- und Wanderschuhe benötigen meistens eine besondere Pflege, weil oft verschiedene Materialien zusammen verarbeitet sind. Was für Leder gut sein kann, schadet synthetischen Materialien vielleicht. Aber nicht nur das Obermaterial ist bei der Wahl der Pflegeprodukte entscheidend. Meistens ist bei Outdoorschuhen eine Funktionsmembran wie Gore-Tex verarbeitet. Diese Schuhe wollen anders gepflegt werden als klassische Lederschuhe.

Reinigung:

Wie auch bei anderen Schuhen sollten Wander- und Trekkingschuhe nach der Tour von grobem Schmutz gereinigt werden. Da diese Schuhe naturgemäß robust sind, kann man ihnen problemlos mit einer groben Bürste und Wasser zuleibe rücken.

Pflege:

Hier muss zwischen Schuhen mit und ohne Funktionsmembran unterschieden werden.

Lederschuhe ohne Funktionsmembran werden in der Regel mit Lederfett geschmeidig und wasserdicht gehalten. Wir empfehlen z. B. das Golfwachs von Burgol, Meindl-Wax oder Tierowa-Lederfett.

Schuhe mit Funktionsmembran sollten hingegen auf keinen Fall mit fett- oder ölhaltigen Cremes gepflegt werden. Sie würden die Oberfläche des Schuhs versiegeln und die angenehme Eigenschaft der Membran, Feuchtigkeit raus und Luft rein zu lassen, verhindern. Hier ist in jedem Fall eine Imprägnierung nach der Reinigung vorzuziehen. Sie dient hier nicht dazu, den Schuh wasserdicht zu machen, denn das ist er ohnehin. Vielmehr soll sie das Obermaterial weitestgehend wasserundurchlässig machen, ohne es zu versiegeln, damit die Membran funktionieren kann, das Obermaterial geschützt wird und die Schuhe durch Vollsaugen nicht unnötig schwer werden. Es ist ein Irrglaube, dass Schuhe mit Membran keiner Pflege bedürfen: Ist das Obermaterial Leder, so muss es auch gepflegt werden, damit es weich, elastisch und wasserabweisend bleibt.

Bei Schuhen mit Materialmix empfiehlt sich ein Vario-Spray, das für nahezu alle Materialien geeignet ist und den Schuh pflegt und imprägniert.

Alle Outdoorschuhe sollten selbstverständlich ebenfalls schonend und langsam getrocknet werden und vor dem Imprägnieren vollständig trocken sein.

Textilschuhe

Textilschuhe sind relativ schmutzempfindlich und ziehen Staub regelrecht an. Hier ist Reinigung und Pflege besonders wichtig, um eine ansprechende Optik zu erhalten.  

Reinigung :

Sind die Schuhe nur leicht verstaubt, reicht einfaches Abbürsten. Stärkere  Verschmutzungen entfernt man am besten mit einer  Reinigungslotion oder mit  Schaumreiniger.  Nach dem Einmassieren lässt man den Pfleger einwirken, dann wird er mit einem feuchten Tuch abgewischt. In die Waschmaschine gehören Stoffschuhe eher nicht. Der Kleber kann sich auflösen, Kunststoffteile brüchig werden und der Stoff ausbleichen.

Möchten Sie das Wagnis trotzdem eingehen, sollten Sie einen Wäschebeutel verwenden und die Schuhe zum Schutz zusammen mit Kleidungsstücken bei niedriger Temperatur waschen. Auf keinen Fall schleudern. Ob ihre Schuhe das gut überstehen, lässt sich aber leider erst hinterher sagen. Eine behutsame Handwäsche ist auf jeden Fall empfehlenswerter.

Pflege:

Auch bei Textilschuhen gilt: Vor dem ersten Tragen imprägnieren. Das hält Staub und Schmutz fern. Damit die Farben intensiv und leuchtend bleiben, sollten Sie ein Imprägnierspray mit UV-Schutz verwenden.

Gummistiefel

Gummistiefel sind im Grunde pflegeleicht. Man sollte sie jedoch nur so kurz wie möglich UV-Licht aussetzen. Der wichtigste Aspekt bei der Gummistiefelpflege ist deshalb die Lagerung: Sie sollten an einem dunklen und kühlen Ort stehen, wenn sie nicht genutzt werden. Auch Fett macht das Material brüchig. Metzger tragen deshalb meist eher Stiefel aus Neopren.

Reinigung

Verschmutzungen werden mit Wasser oder Seifenlauge abgewaschen.

Pflege

Zur Pflege reibt man die Stiefel mit Glyzerin ein. So verhindert man, dass die Stiefel brüchig werden. Auch Silikon-Spray verhindert, dass das Gummi spröde wird.  

Ledersohlen

Neue Schuhe mit Ledersohlen sollten Sie zunächst gründlich einlaufen, damit sich die Sohlen verdichten und etwas rau werden. Danach können sie mit einem guten Ledersohlenöl grundbehandelt werden. Das Öl wird mit einem Lappen oder Pinsel so oft auf die Sohlen aufgetragen, bis sie nichts mehr aufnehmen können. Dabei muss darauf geachtet werden, dass kein Öl an das Oberleder kommt, um Flecken zu vermeiden. Danach brauchen die Sohlen in Zukunft nur alle paar Monate eine kleine Auffrischung mit ein paar Tropfen Öl, um dem Verhärten und Brüchigwerden der Sohlen entgegenzuwirken und die Abriebfestigkeit zu erhöhen. Im Sommer reicht eine Auffrischung, in regenreichen Jahreszeiten zwei. Alternativ zu speziellem Ledersohlenöl ist auch Rizinusöl zur Sohlenpflege geeignet. Sind die Sohlen zu rutschig, können Sie mit etwas Sandpapier aufgeraut werden.

Kreppsohlen

Kreppsohlen sind in der Regel unempfindlich, haltbar und extrem abriebfest. Jedoch werden sie mit der Zeit dunkler und unansehnlich. Reiben Sie Ihre Kreppsohlen einfach mit Terpentin ab, dann werden sie wieder hell.

Achtung: Auf glatten und feuchten Untergründen sind Kreppsohlen extrem rutschig.


 


Maßnahmen bei Flecken



Manche Flecken sind hartnäckig und lassen sich mit Wasser und Bürste nicht problemlos entfernen. Eine Universallösung gibt es leider nicht. Die Methoden sind so zahlreich wie die Verschmutzungs-arten. Ein paar wirklich gute Tricks gegen Flecken auf Leder haben wir für Sie zusammengetragen.

In jedem Fall sollten Sie drei Dinge beachten:

1. Flecken sollten immer sofort entfernt werden. Je mehr Zeit der Schmutz hat, umso tiefer kann er in der Regel in das Leder eindringen.

2. Nie großflächig über den Fleck reiben und ihn dadurch noch vergrößern. Den Fleck stets mit einem sauberen Tuch von außen nach innen verkleinern.

3. Hören Sie rechtzeitig auf, wenn Sie merken, dass Sie mit der gewählten Methode nicht den erwarteten Erfolg haben. Die Schäden durch unsachgemäße oder übertriebene Reinigung sind oft schlimmer als der eigentliche Fleck. Es gibt Spezialisten, die Ihnen weiterhelfen können.

Blut:

Bei Blutflecken nehmen Sie nur etwas kaltes Wasser und ein Mikrofasertuch. In hartnäckigen Fällen eventuell mit etwas Zitronensäure oder Neutralseife auf feuchtem Tuch abreiben.

Fettflecken:

Glattleder am besten mit einem feuchten Mikrofasertuch abreiben. Bei Rauleder ist die Entfernung schwieriger. Leichtere Fälle können mit  Neutralseife und einem Schwamm behoben werden.  Auch normales Reinigungsbenzin hilft in vielen Fällen.  Eine weitere Methode gegen Fettflecke ist besonders für Rauleder geeignet: Der Fleck wird mit Magnesium oder Kreidestaub bestreut. Man lässt das Pulver einen Tag einwirken und saugt es dann gründlich ab. Fettlösesprays sind ebenfalls zu empfehlen.

Gräser/Blätter:

Die grünlichen Verfärbungen mit Neutralseife und/oder Spirituslösung vorsichtig abreiben.

Kaffee- und Teeflecken:

Unabhängig von der Lederart wird der Schuh  mit einem feuchten Mikrofasertuch abgerieben. Reicht das nicht aus, so kann man es mit Neutralseife oder Spiritus versuchen.

Kaugummi:

Im Gefrierschrank kurz anfrieren und ablösen. Dies gelingt jedoch nicht immer, insbesondere bei Rauleder. Eine andere hervorragende Methode ist, den Fleck großzügig mit Spüli zu befeuchten, ein paar Minuten zu warten und das Kaugummi-Spüli-Gemisch mit einem Lappen oder Schwamm abzurubbeln.

Ketchupflecken:

Den frischen Ketchup abwischen und dann mit einem feuchten Tuch nachwischen. Falls Reste bleiben, mit Ledermilch behandeln. Bei Rauleder mit Mineralwasser nachwischen.

Kugelschreiberflecken:

Kreppband oder Tesafilm auf den Strich kleben und mit dem Fingernagel oder einer Münze durch das Klebeband hindurch kräftig kratzen. Dann das Klebeband  ruckartig abziehen. Das Ganze mehrfach wiederholen. Rauleder können anschließend mit einem weichen Radiergummi oder feinem Sandpapier behandelt werden, bis der Strich verschwunden ist. Hier gilt in besonderem Maße: Je frischer der Strich, desto besser lässt er sich behandeln. Alten Kulistrichen ist kaum noch beizukommen. Auf Glattleder (außer Anilinleder) danach Haarspray aufsprühen und feucht abwischen.  Eine weitere Möglichkeit besteht darin, der Tinte mit Spiritus oder Zitronensäure bei zu kommen. Im guten  Fachhandel gibt es darüber hinaus  speziellen Kugelschreibertinten-Entferner. Dieser kann bei intensiver Anwendung jedoch auch die Farbe vom Leder holen. In diesem Fall muss  mit einem Farbauffrischer nachgearbeitet  werden.

Leim und Klebstoff:

Im Gefrierschrank kurz anfrieren und abrubbeln.

Obst- und Saftflecken:

Bei noch feuchtem Leder gut mit Kochsalz einstreuen und nach einiger Zeit abbürsten. Bei getrockneten Flecken mit Zitronensäurelösung anweichen und mit einem Mikrofasertuch abreiben.

Ölfarben/Harz:

Flecken vorsichtig mit Lösemitteln wie z.B. Aceton oder Testbenzin anlösen. Vorgang evtl. wiederholen. Mit Neutralseife oder Feinwaschmittel nachbehandeln.

Rotweinflecken:

Rotweinflecken auf Glattleder lassen sich mit einem feuchten Tuch entfernen. Bei Rauleder wird es schwieriger. Befeuchten Sie ein Mikrofasertuch mit Zitronensaft oder einem Gemisch aus Zitronensaft und Wasser und reiben Sie den Fleck von außen nach innen weg.

Salzränder:

Glattleder- und Raulederschuhe schnell mit einem nassen Schwamm reinigen, sanft trocknen lassen und später mit Schuhcreme (Glattleder) oder Imprägnierer (Rauleder)  behandeln. Alternativ kann man bei Glattleder Milch, Buttermilch oder Joghurt statt Wasser verwenden, weil die Milchsäure Salz neutralisiert. Auch ein leichtes Essigwasser hat sich bei Salzrändern bewährt. Wenn Schuhe gut gereinigt, imprägniert und gepflegt sind, sollten Salzränder in der Regel gar nicht erst entstehen.  Bei Schnee- und Wasserrändern hat sich Petroleum bewährt.

Schwarze Streifen:

Können je nach Herkunft mit einem Radiergummi oder einem  Ledergummi abgerieben werden.  Sollte das nicht den gewünschten Erfolg bringen, gehen Sie wie bei Teerflecken vor.

Schweißflecken:

Bei Glattleder können Sie Schweiß mit Lederseife entfernen. Anschließend das Leder mit Ledermilch nachfetten und mit Zitronenwasser behandeln: Die Säure fixiert die Milch und beugt künftigen Flecken vor. Bei Rauleder mit Lederseife Schaum erzeugen und diesen einreiben. Danach vorsichtig mit einer Gummi- oder Metallbürste ausbürsten.

Teerflecken:

Hier ist die Behandlung bei Glatt- und Rauleder gleich: farblose Schuhcreme oder einfach Butter mit einem Tuch in den Fleck einreiben. Der Teer wird angelöst und lässt sich dann abwischen. Anschließend  mit einem Mikrofasertuch kräftig nachpolieren. Rückstande von der Butter müssen gegebenenfalls mit einem Reinigungsschaum entfernt werden. Bei Rauleder anschließend mit einer Gummibürste aufrauen.

Verfärbungen (z.B. durch Jeans):

Verfärbungen auf Lederschuhen durch färbende Textilien wie Jeans sind recht häufig. Auch diese sollte man so schnell wie möglich mit Reinigungsschaum entfernen, weil der Farbstoff sonst eine chemische Verbindung mit der Lederfarbe eingeht und das Entfernen selbst mit scharfen Reinigern so fast unmöglich wird.

Ist dieser Fall eingetreten, hilft meist nur noch ein spezieller Lösungsmittelreiniger. Allerdings wird beim Säubern des Leders die Oberfläche angegriffen und man muss aufpassen, die Farbschicht der Schuhe nicht abzutragen. Wir empfehlen GLD von Colourlock.

Wachsflecken:

Wachs lässt sich umso besser entfernen, je kälter es ist. Sollte es noch nicht in das Leder eingezogen sein, etwa bei Glattledern, lässt es sich gut mit einer Druckluftpistole abblasen, da es so kalt wird und abplatzt. Auch bei Rauledern ist das eine große Hilfe. Zusätzlich sollte man zusätzlich durch Rollen des Leders versuchen, Reststücke abplatzen zu lassen. Wenn Sie keine Druckluft zur Verfügung haben, kühlen Sie den betroffenen Schuh in der Kühltruhe ab  und versuchen anschließend, das Wachs abzusplittern. Anschließend können Sie bei Glattledern die  verbleibenden Wachsreste erwärmen und mit einem Lappen abreiben. Bei Rauledern sollten sie das auf keinen Fall tun, weil Sie den Fleck erst richtig einreiben würden. Bereits eingezogene Wachsflecken sollten Sie mit dem Föhn  schmelzen und Kreidestaub oder Magnesiumpulver einreiben. Das Pulver nach dem Abkühlen mit dem Staubsauger absaugen. Diesen Vorgang mehrfach wiederholen, bis der Fleck weg ist oder keine Verbesserung mehr erkennbar ist. Wachsflecken sind generell schwierig. Besonders bei farbigen Wachsen können Verfärbungen zurückbleiben, die dann mit Farbauffrischer überdeckt werden müssen.

Wasserflecken:

Mit Wasserdampf (z.B. Dampfbügeleisen) kräftig anfeuchten und anschließend langsam trocknen lassen. Bitte nicht reiben. Anschließend ein Tuch mit destilliertem Wasser anfeuchten und mit niedriger Temperatur bügeln. Achtung: Zuviel Hitze schadet dem Leder!

Zuckerhaltige Flecken:

Alle zuckerhaltigen Flecke können in der Regel mit lauwarmem Wasser entfernt werden.



Dies alles sind nützliche bewährte Tipps aus der Praxis.  Eine Gewähr können wir jedoch nicht übernehmen. Bei allen Pflege- und Fleckentfernungsmaßnahmen empfiehlt es sich, vorher möglichst an einer verdeckten Stelle am Schuh zu testen, um Verfärbungen und Schädigungen des Leders zu vermeiden. Sollten Sie sich nicht sicher sein, fragen Sie vorher einen Fachmann. Für eventuelle Folgeschäden haften wir nicht.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihren Schuhen!